Richtig mähen und wässern

Unter Normalbedingungen wird der Rasen wöchentlich bis 14 tägig gestutzt. Zweierlei wird damit erreicht: Die Ausbildung der Seitentriebe wird angeregt, während unerwünschte Unkräuter, die regelmäßiges Mähen überhaupt nicht mögen, zurückgedrängt werden.

Mit 3,5 bis 5 Zentimeter hat ein normal beanspruchter Rasen die richtige Höhe. Die meisten Gartenbesitzer haben die Schnitthöhe ihres Mähers auf einen Erfahrungswert eingestellt und nehmen selten eine Änderung vor. Allerdings kann ein dichter Zierrasen mit einem Spindelmäher bis auf etwa zwei Zentimeter getrimmt werden, während bei einem neu angelegten Stück anfangs fünf Zentimeter zu empfehlen sind. Dieses Maß ist auch für einen Schattenrasen richtig, weil hier der Lichtmangel durch mehr Blattmasse ausgeglichen werden muss.

Andernfalls verbräunt eine Rasenfläche in sonniger Lage schnell, wenn zu weit zurückgeschnitten wird, zum Beispiel unter 3,5 Zentimeter. Die Halme können dann an heißen Tagen den Wurzelbereich nicht mehr Regelmäßiger Schnitt ist die wichtigste Pflegemaßnahme für den grünen Teppich. Der Rasenmäher kennt keinen Sommerurlaub. Von März bis Oktober ist er im Einsatz.

Ein radikaler Rückschnitt vor dem Urlaub ist also keine gute Lösung. Man sollte besser bei der Normalhöhe bleiben und auch nach der Rückkehr den Rasen nicht in einem Ruck, sondern lieber in Etappen zurückschneiden.

Ebenso wichtig ist gründliches Wässern bei Trockenheit. Damit ein Rasen saftig grün bleibt, muss er hin und wieder beregnet werden, sonst wird er gelb, und die Gräser sterben ab. Da der Wasserbedarf wesentlich von den Temperatur- und Bodenverhältnissen abhängt, lassen sich keine festen Regeln aufstellen.

Die Devise heißt: Besser in größeren Abständen reichlich wässern als häufig mit geringer Menge. Wichtig ist tief reichende Durchfeuchtung des Bodens. Bewässert wird mit Regnern für rechteckige oder runde Flächen.
Tagsüber bei Sonne geht viel Wasser durch Verdunstung verloren und die Wassertropfen wirken wie kleine Linsen auf die Blätter (Verbrennungsgefahr). Deshalb sollte man besser am Abend oder früh am Morgen wässern.